…das mache ich mit links
15 Apr
Autor: reginakuehl - Kategorie: Allgemeines
Wenn man in die Notaufnahme eines Krankenhauses kommt und wie eine alte Bekannte begrüßt wird, ist das schon bedenklich.” Ach Frau Kühl - was liegt denn diesmal an?! Das rechte Handgelenk?! - Ist kaputt, sehe ich schon. Erst mal zum Röntgen und dann wieder hier.
Meine Hoffnung,dass die Hand bitte, bitte nur verstaucht ist, zerplatzte mit dieser Feststellung wie die von meinem Mittwochslottoschein am Tag zuvor. Am 18. März bin ich, auf der vermutlich letzten Eispfütze dieses Winters, in Schmiedeberg, vor dem Haus meines Steuerberaters, ausgerutscht und habe mir erneut das rechte Handgelenk gebrochen.Ist im Vergleich zu dem was mich bisher ereilt hat eine Bagatelle.
Für die Positivdenker, die jeder Sache einen Sinn abringen, würde das evl. bedeuten:” o.k. trainiere ich mein lahmes Gehirn eben mal auf links und halte es fit. Ich persönlich tue mich aber schwert damit.Auch wenn nun das simple Unterfangen ,eine Feinstrumpfhose mit einer Hand anzuziehen, zum ultimativen Abenteuer wird.Wenn man dann endlich fertig ist und der Zwickel auch noch halbwegs da sitzt wo er anatomisch hingehört, stellt sich tatsächlich ein ungewöhnliches Glücksgefühl ein, das so ungefähr mit einem Sieg im verbalern Wettbewerb zum Poetenpalaver, zu vergleichen ist.Solche Erfolgserlebnisse hat man dann mehrmals täglich, z.B Knöpfe öffnen und schließen, Haare hinkriegen,diese Tastatur bedienen usw.Der geneigte Leser muß sich dazu nur in diese einhändige Lage versetzen und weiß was ich meine. Aber ein Ende ist in Sicht und am 23.04. nehmen sie mir den Gips weg und wieder einmal bin ich dann bei den Physiotherapeuten in Arbeit Ich werde danach nicht darüber nachdenken was mich viellicht als Nächste ereilt, sondern höre nicht auf zu versuchen meine Gürteltaschen an die Patienten zu bringen.
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Kommentare
Sie finden hier 1 Kommentar zu “…das mache ich mit links”
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Franz Lorber
meinte am 10. Dezember 2010 - 22:02 Uhr
Ich kenne Frau Regina Kühl erst seit wenigen Jahren. Kennengelernt haben wir uns durch das vor ihr initiiertes Poetenpalaver. Inzwischen ist sie durch unsere gemeinsamen poetischen Interessen eine liebenswerte Freundin geworden, die ich nicht missen möchte. Besonders
schätze ich an ihr ihre “Stehauf-mentalität”. Trotz ihrer schweren Schicksalsschläge lässt sie sich nicht zu Boden werfen und behält
immer wieder ihren Optimismus und ihre Lebensfreude.
Regina - Ich bewundere Dich. Bleib so wie Du bist.
Dein Freund Franz
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